Produkte in den USA verkaufen: Was Marken vor dem Launch kalkulieren müssen
Produkte in den USA verkaufen: So kalkulieren Marken Transport, Zoll, Compliance, Fulfillment, Amazon, Marketing und Working Capital vor dem Markteintritt.
Amazon Listing optimieren: Diese zehn Fehler schwächen Sichtbarkeit und Conversion. So verbessern Marken Texte, Bilder, Keywords und A+ Content.
Von Enzo Levasseur, Gründer von BridgeLink Commerce
Operative Erfahrung im Amazon-Vertrieb und Geschäftsentwicklung zwischen den USA und Europa.
Ein Amazon Listing kann technisch vollständig sein und trotzdem deutlich unter seinem Potenzial bleiben.
Der Titel ist vorhanden. Die Bullet Points sind ausgefüllt. Bilder wurden hochgeladen. Vielleicht gibt es sogar A+ Content.
Trotzdem wird das Produkt nicht so gut gefunden, verstanden oder gekauft, wie es könnte.
Gerade bei etablierten Marken liegt das Problem selten an einem einzigen großen Fehler. Häufig sind es mehrere kleinere Schwächen, die zusammen die Sichtbarkeit und Conversion beeinträchtigen.
Wer ein Amazon Listing optimieren möchte, sollte deshalb nicht nur einzelne Keywords ergänzen oder neue Bilder hochladen.
Die bessere Frage lautet:
Hilft diese Produktseite Amazon dabei, das Produkt richtig einzuordnen und hilft sie gleichzeitig dem Kunden dabei, eine Kaufentscheidung zu treffen?
Die folgenden zehn Fehler sind besonders häufig.
Amazon SEO ist wichtig.
Titel, Bullet Points und weitere Produktinformationen helfen Amazon zu verstehen, für welche Suchanfragen ein Produkt relevant sein kann.
Das bedeutet aber nicht, dass ein Listing wie eine Liste von Keywords klingen sollte.
Ein Kunde sieht keine Keyword-Strategie.
Er sieht ein Produkt.
Innerhalb weniger Sekunden möchte er verstehen:
Wenn diese Antworten zwischen Suchbegriffen, Wiederholungen und langen Formulierungen versteckt sind, kann ein Listing zwar viele Keywords enthalten und trotzdem schwach verkaufen.
Eine gute Amazon Listing Optimierung verbindet Suchrelevanz mit Klarheit.
Keyword-Recherche ist ein wichtiger Teil der Amazon Listing Optimierung.
Der Fehler beginnt häufig danach.
Eine lange Liste relevanter Suchbegriffe wird erstellt und anschließend versucht man, möglichst viele davon irgendwo im Listing unterzubringen.
Das ist keine wirkliche Priorisierung.
Nicht jedes Keyword ist gleich wichtig.
Einige Begriffe beschreiben das Produkt sehr genau. Andere beziehen sich auf einen bestimmten Anwendungsfall. Wieder andere sind zwar populär, passen aber nur teilweise zur tatsächlichen Kaufabsicht.
Eine sinnvolle Keyword-Strategie sollte deshalb unterscheiden zwischen:
Mehr Keywords sind nicht automatisch besser.
Entscheidend ist, ob die richtigen Suchbegriffe an den richtigen Stellen verwendet werden.
Der Produkttitel hat zwei Aufgaben.
Er soll relevante Informationen für Amazon enthalten und gleichzeitig für einen Menschen sofort verständlich sein.
Viele Listings schaffen nur eine davon.
Ein überladener Titel versucht, Marke, Produkttyp, Material, Größe, Anwendung, Zielgruppe und möglichst viele Suchbegriffe gleichzeitig unterzubringen.
Das Ergebnis ist häufig schwer lesbar.
Ein guter Amazon Produkttitel sollte die wichtigsten Informationen in einer logischen Reihenfolge vermitteln.
Der Kunde sollte nicht erst mehrere Sekunden brauchen, um herauszufinden, was eigentlich verkauft wird.
Bei der Optimierung sollte deshalb nicht nur gefragt werden:
Welche Keywords fehlen im Titel?
Sondern auch:
Welche Informationen braucht der Kunde hier wirklich zuerst?
Bullet Points sind wertvolle Fläche.
Trotzdem wiederholen viele Listings dort einfach Informationen, die bereits im Titel oder auf den Bildern stehen.
Damit wird Platz verschenkt.
Ein guter Bullet Point sollte eine konkrete Kauf-Frage beantworten.
Zum Beispiel:
Keywords können dabei natürlich eingebaut werden.
Aber sie sollten Teil einer sinnvollen Aussage sein.
Wer Amazon Bullet Points optimiert, sollte deshalb nicht nur auf Suchbegriffe achten, sondern auf Informationswert.
Gute Produktbilder müssen nicht nur schön aussehen.
Sie müssen verkaufen helfen.
Gerade auf Amazon sehen viele Kunden zuerst die Bilder und lesen den Text erst danach.
Deshalb sollte jedes Bild eine Aufgabe erfüllen.
Ein Bild kann:
Ein häufiger Fehler besteht darin, mehrere ähnliche Lifestyle-Bilder zu zeigen, während zentrale Kauf-Fragen unbeantwortet bleiben.
Oder die Bilder wirken hochwertig, kommunizieren aber kaum etwas über das Produkt.
Bei einer Amazon Listing Optimierung sollten Texte und Bilder deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Sie sind keine getrennten Projekte.
Beide sollen dem Kunden helfen, das Produkt schneller zu verstehen.
Viele Produktseiten verwenden Begriffe wie:
Diese Aussagen klingen positiv, sagen aber häufig wenig.
Ein Kunde möchte wissen, warum das Produkt hochwertig, praktisch oder besser geeignet ist.
Statt nur einen Vorteil zu behaupten, sollte das Listing ihn erklären.
Wenn ein Produkt langlebig ist, was macht es langlebig?
Wenn es einfacher zu verwenden ist, wodurch?
Wenn das Material einen Vorteil bietet, welchen konkreten Unterschied merkt der Kunde?
Je konkreter die Information, desto leichter kann ein Kunde Produkte vergleichen.
Und genau das passiert auf Amazon ständig.
Ein starkes Amazon Listing sollte wie eine zusammenhängende Produktseite wirken.
In der Praxis passiert häufig das Gegenteil.
Der Titel konzentriert sich auf eine Eigenschaft.
Die Bilder kommunizieren etwas anderes.
A+ Content verwendet wieder eine andere Botschaft.
Dadurch wird die Seite unruhig und wichtige Informationen werden mehrfach wiederholt, während andere fehlen.
Eine bessere Struktur beginnt mit der Frage:
Was muss der Kunde verstehen, bevor er kaufen kann?
Anschließend kann entschieden werden, welche Information am besten in:
gehört.
Nicht jede Information muss überall stehen.
Die einzelnen Elemente sollten sich ergänzen.
Rezensionen können sehr viel darüber verraten, wie Kunden ein Produkt tatsächlich wahrnehmen.
Das gilt nicht nur für schlechte Bewertungen.
Auch positive Rezensionen sind interessant.
Welche Eigenschaften werden immer wieder erwähnt?
Welche Begriffe verwenden Kunden selbst?
Welche Vorteile scheinen besonders wichtig zu sein?
Welche Fragen oder Missverständnisse tauchen wiederholt auf?
Wenn mehrere Kunden dasselbe Problem falsch verstehen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass das Listing nicht klar genug kommuniziert.
Wenn Kunden regelmäßig eine bestimmte positive Eigenschaft hervorheben, kann es sinnvoll sein, diese Eigenschaft im Listing stärker sichtbar zu machen.
Natürlich lässt sich nicht jedes Produktproblem mit Content lösen.
Aber Rezensionen sind eine wertvolle Quelle, wenn man verstehen möchte, welche Informationen Kunden vor dem Kauf brauchen.
Dieser Fehler ist besonders relevant für internationale Marken.
Ein Listing, das in Frankreich, Großbritannien oder den USA funktioniert, sollte nicht automatisch Wort für Wort für Amazon Deutschland übernommen werden.
Eine sprachlich korrekte Übersetzung ist noch keine Lokalisierung.
Deutsche Kunden können:
Auch die Suchbegriffe verändern sich.
Deshalb sollte ein deutsches Amazon Listing nicht nur sprachlich korrekt sein.
Es sollte zum deutschen Markt passen.
Das gilt genauso in die andere Richtung, wenn deutsche oder europäische Marken auf Amazon USA expandieren.
Amazon Listings sind kein einmaliges Projekt für die gesamte Lebensdauer eines Produkts.
Das bedeutet nicht, dass sie ständig neu geschrieben werden müssen.
Aber es gibt gute Gründe, sie regelmäßig zu überprüfen.
Zum Beispiel wenn:
Auch ein Listing, das bereits verkauft, kann Verbesserungspotenzial haben.
Die entscheidende Frage ist nicht nur:
Verkauft das Produkt?
Sondern:
Nutzt die Produktseite die vorhandene Nachfrage so gut wie möglich?
Nicht jedes Listing braucht eine komplette Überarbeitung.
Deshalb sollte der erste Schritt eine Analyse sein.
Dabei lohnt es sich, vier Bereiche getrennt zu betrachten:
Für welche Suchbegriffe sollte das Produkt gefunden werden?
Sind die wichtigsten Begriffe sinnvoll im Listing enthalten?
Fehlen relevante Suchanfragen?
Versteht ein neuer Kunde schnell, was verkauft wird und warum es relevant ist?
Sind wichtige Informationen leicht zu finden?
Beantwortet die Produktseite die Fragen, die vor einer Kaufentscheidung entstehen?
Unterstützen Bilder, Text und A+ Content diese Entscheidung?
Passt die Darstellung auf Amazon zur Marke?
Wirkt die Produktseite aktuell und professionell?
Oder sieht Amazon wie ein vernachlässigter Nebenkanal aus?
Diese vier Punkte ergeben zusammen ein wesentlich besseres Bild als eine reine Keyword-Prüfung.
Nicht jede Marke braucht externe Unterstützung.
Wenn intern bereits Amazon Know-how, Zeit und klare Verantwortlichkeiten vorhanden sind, kann die Optimierung selbstverständlich intern erfolgen.
Eine Amazon SEO Agentur, Listing Agentur oder ein externer Amazon Partner wird vor allem dann interessant, wenn:
Wichtig ist, dass ein externer Partner nicht nur eine Keyword-Datei liefert.
Eine gute Amazon Listing Optimierung sollte Suchverhalten, Produktpositionierung, Konkurrenz, Produktverständnis und Conversion gemeinsam betrachten.
Ein gutes Amazon Listing muss nicht möglichst viele Suchbegriffe enthalten.
Es muss für die richtigen Suchanfragen relevant sein und gleichzeitig dafür sorgen, dass ein Kunde das Produkt schnell versteht.
Die wichtigsten Keywords müssen vorhanden sein.
Der Produkttitel muss klar bleiben.
Bullet Points sollten echte Kauf-Fragen beantworten.
Bilder müssen Informationen vermitteln.
A+ Content sollte die Produktseite ergänzen statt wiederholen.
Und die gesamte Darstellung sollte zur Marke und zum jeweiligen Markt passen.
Genau dort liegt der Unterschied zwischen einem vollständig ausgefüllten Amazon Listing und einem wirklich optimierten Listing.
BridgeLink Commerce unterstützt etablierte Produktmarken dabei, Amazon Listings auf Suchrelevanz, Produktverständnis und Conversion auszurichten.
Amazon Listing Optimierung und SEO Text
Wenn auch die visuelle Produktdarstellung verbessert werden soll, erfahren Sie mehr über Optimized Visuals.
Für zusätzliche Inhalte auf der Produktseite können Sie außerdem Amazon A+ Content ansehen.
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